Ondatra zibethicus

Bisamratte / Bisam / Muskrat

Ondatra zibethicus

Illustration des Tieres Ondatra zibethicus in seinem natürlichen Lebensraum

Illustration: Ondatra zibethicus

Die Bisamratte (Ondatra zibethicus), ursprünglich in Nordamerika beheimatet, wurde im frühen 20. Jahrhundert in Fennoskandien eingebürgert und hat sich erfolgreich in den Feuchtgebieten der Taiga etabliert. Als größter Vertreter der Wühlmäuse zeichnet sie sich durch ihre semi-aquatische Lebensweise aus.

Durch ihre Aktivitäten als Ökosystem-Ingenieur, insbesondere durch das Abfressen von Röhricht und den Bau ausgedehnter Wohnburgen, formt sie Flachwasserhabitate aktiv um. Dies kann sowohl förderlich für die Biodiversität als auch lokal destruktiv für Makrophytenbestände sein.

Häufige Fragen (FAQ)

Ist die Bisamratte in Skandinavien heimisch und welche Auswirkungen hat sie auf aquatische Ökosysteme?

Die Bisamratte ist ein Neozoon in Fennoskandien, das im 20. Jahrhundert eingeführt wurde. Als Ökosystem-Ingenieur verändert sie durch den Fraß an Röhricht (z. B. Phragmites australis) und den Bau von Burgen die Struktur flacher Gewässer drastisch. Dies kann lokale Biodiversität erhöhen, bei Überpopulation jedoch zum Zusammenbruch von Makrophytenbeständen führen ('Eat-outs').

Wie interagiert die Bisamratte mit dem heimischen Castor fiber (Europäischer Biber)?

Bisamratten agieren oft als Kommensalen des Bibers. Sie nutzen die von Bibern aufgestauten Gewässer, die stabile Wasserstände für ihre Burgen bieten. Gelegentlich überwintern sie sogar in den Außenwänden der Biberburgen, profitieren also indirekt von den weitreichenden Landschaftsveränderungen des größeren Nagers.