Neomys fodiens
Wasserspitzmaus / Vattennäbbmus / Eurasian Water Shrew
Neomys fodiens
Illustration: Neomys fodiens
Die Wasserspitzmaus (Neomys fodiens) ist ein hochspezialisiertes, semi-aquatisches Säugetier, das ungestörte, sauerstoffreiche Fließgewässer der borealen Zone bewohnt. Ausgestattet mit dichtem Isolierfell und Schwimmborsten, ist sie eine exzellente Taucherin.
Als eines der wenigen giftigen Säugetiere Europas nutzt sie toxischen Speichel, um selbst wehrhafte Beute zu lähmen. Ihre Präsenz in skandinavischen Gewässersystemen gilt als sensibler Bioindikator für hervorragende Wasserqualität und Strukturvielfalt.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie ist die Wasserspitzmaus an ein semi-aquatisches Leben in skandinavischen Gewässern angepasst?
Sie besitzt einen Kiel aus steifen Borsten an der Schwanzunterseite, der wie ein Ruder wirkt, sowie Haarsäume an den Hinterpfoten, die die Schwimmfläche vergrößern. Ihr dichtes, wasserabweisendes Fell schließt Luftblasen ein, die im eiskalten Wasser borealer Bäche isolieren und ihr einen starken Auftrieb verleihen.
Stimmt es, dass der Biss der Wasserspitzmaus giftig ist?
Ja, Neomys fodiens gehört zu den wenigen giftigen Säugetieren Europas. Ihr Speichel enthält ein lähmendes Toxin, das über Rillen in den Schneidezähnen in Beutetiere (wie Frösche, kleine Fische oder große Krebstiere) massiert wird. Dies ermöglicht es ihr, Beute zu überwältigen, die größer ist als sie selbst, und diese als lebenden Vorrat ('Hoarding') zu deponieren.