Myodes rufocanus

Polarrötelmaus / Gråsiding / Grey Red-backed Vole

Myodes rufocanus

Illustration des Tieres Myodes rufocanus in seinem natürlichen Lebensraum

Illustration: Myodes rufocanus

Die Graurötelmaus (Myodes rufocanus) ist ein charakteristischer Bewohner der nordischen Fjäll-Taiga und Tundra, bekannt für ihre prägnante rötliche Rücken- und graue Flankenfärbung. Sie ist ein maßgeblicher Herbivor, dessen Populationsdynamik tiefgreifende Auswirkungen auf die lokale Flora hat.

In der borealen und subalpinen Zone Skandinaviens bildet diese Wühlmaus eine fundamentale Basis des Nahrungsnetzes. Ihre drei- bis fünfjährigen Populationszyklen steuern die Bestandsentwicklung zahlreicher Prädatoren von der Eule bis zum Fuchs.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie beeinflusst Myodes rufocanus die Pflanzengemeinschaften in der Fjäll-Taiga?

Als dominanter Herbivor der skandinavischen Waldtundra und Taiga konsumiert die Graurötelmaus in zyklischen Spitzenjahren enorme Mengen an Zwergsträuchern (z. B. Vaccinium myrtillus). Dies führt zu einer periodischen Verjüngung der Vegetation und verschiebt die Konkurrenz zugunsten von Moosen und Gräsern, was wiederum das Mikroklima des Bodens moduliert.

Welche Rolle spielen sie im trophischen Netzwerk Fennoskandiens?

Sie sind eine essenzielle Beute für spezialisierte Prädatoren wie das Mauswiesel (Mustela nivalis) und den Raufußkauz (Aegolius funereus). Ihre zyklischen Populationsschwankungen (3-5 Jahre) diktieren die Reproduktionsraten dieser Räuber und treiben die 'Alternative Prey Hypothesis', bei der Füchse in mausarmen Jahren auf Raufußhühner ausweichen.